Umwelt
- anetteirsfeld
- 6. Juni
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Die Umweltkatastrophe des Aralsees gilt bis heute als eine der größten menschengemachten Naturkatastrophen der Welt. Wo früher Wasser war, erstreckt sich heute eine riesige Salz- und Staubwüste. Mit dem Wind werden Rückstände von Pestiziden und anderen Schadstoffen über große Entfernungen verteilt. Die gesundheitlichen Folgen beschäftigen die Menschen der Region bis heute.
Das ist tatsächlich ein sehr wichtiges Thema in Usbekistan, insbesondere im Zusammenhang mit dem Aralsee.
Die Umweltkatastrophe des Aralsees
Der Aralsee war einst einer der größten Binnenseen der Welt. Seit den 1960er Jahren wurden die Zuflüsse Amudarja und Syrdarja jedoch massiv zur Bewässerung von Baumwollfeldern umgeleitet.
Die Folgen: Der See verlor über 90 % seiner Fläche.
Auf dem ehemaligen Seeboden entstand die Aralkum-Wüste.
Millionen Tonnen Salz und Staub liegen heute offen.
Besonders problematisch:
Im Schlamm des ehemaligen Seebodens befinden sich Rückstände von:
Pestiziden, Herbiziden, Düngemitteln, Schwermetallen
Diese Stoffe wurden über Jahrzehnte in der Landwirtschaft eingesetzt.
Heute werden sie durch Windstürme teilweise hunderte Kilometer weit transportiert. Studien haben solche Belastungen sogar in Regionen weit entfernt vom ehemaligen See nachgewiesen.
Gesundheitliche Folgen
In den Regionen rund um Karakalpakstan und den ehemaligen Aralsee wurden über die Jahre erhöhte Raten beobachtet bei:
Atemwegserkrankungen, Asthma, chronischer Bronchitis, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Anämie, Problemen in Schwangerschaft und Kindergesundheit
Besonders betroffen sind die Menschen, die direkt im ehemaligen Aralsee-Gebiet leben.
Brustkrebs in Usbekistan
Es gibt bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Umweltkatastrophe des Aralsees direkt zu höheren Brustkrebsraten führt.
Allerdings diskutieren Wissenschaftler seit Jahren, ob die Belastung durch:
Pestizide, Umweltgifte, hormonwirksame Chemikalien, das Risiko bestimmter Krebsarten erhöhen könnte.
Gesichert ist:
Krebs allgemein gehört zu den wichtigen Gesundheitsproblemen in Usbekistan.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Usbekistan, wie in vielen anderen Ländern auch.
Die medizinische Versorgung und Früherkennung haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ein direkter Zusammenhang „Aralsee = mehr Brustkrebs“ ist wissenschaftlich bisher nicht eindeutig bewiesen.
Die Umweltkatastrophe des Aralsees gilt bis heute als eine der größten menschengemachten Naturkatastrophen der Welt. Wo früher Wasser war, erstreckt sich heute eine riesige Salz- und Staubwüste. Mit dem Wind werden Rückstände von Pestiziden und anderen Schadstoffen über große Entfernungen verteilt. Die gesundheitlichen Folgen beschäftigen die Menschen der Region bis heute.




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