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Kambodscha - Tag 13 Tempel, Staub und traditioneller Tanz

  • anetteirsfeld
  • 10. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Zwischen frühen Anfängen von Angkor, langen Wegen und dem Wunsch nach Abstand


Heute stand bereits Tag 13 meiner Rundreise an – und noch einmal ging es zu den Tempelanlagen von Angkor.


Der Tag war geprägt von Geschichte, langen Wegen, körperlicher Erschöpfung (nicht meiner eigenen :-)) und der spürbaren Müdigkeit, die sich nach vielen intensiven Tagen langsam einstellt.


Die Roluos-Tempelgruppe

Die Anfänge von Angkor


  • Besuch der Roluos-Tempelgruppe

  • Entstehung im 9. Jahrhundert

  • eine der ältesten Tempelanlagen des Khmer-Reiches

  • weniger monumental, schlichter, ursprünglicher

  • gerade dadurch sehr authentisch

  • guter Einblick in die frühen architektonischen und religiösen Konzepte

  • spürbar: Hier begann die Entwicklung, die später Angkor prägen sollte


Fahrt nach Banteay Srei

Ein weiter, holpriger Weg


  • über eine Stunde Fahrt

  • große Teile über sehr schlechte Straßen

  • starkes Durchschütteln


Banteay Srei

Der sogenannte „Lady-Tempel“


  • bekannt für: rosafarbenen Sandstein, extrem feine, detailreiche Reliefs

  • aber kein Tempel nur für Frauen

  • hat den Namen nur wegen des rosafarbenen Schimmers

  • im Vergleich zu Angkor: zierlicher, filigraner, fast schon elegant, Objektiv sehenswert


Mittagessen unterwegs

Touristisch und überteuert


  • Mittagessen in einem klassischen Touristenlokal

  • Essen: in Ordnung, geschmacklich mittelmäßig

  • Preise: für kambodschanische Verhältnisse extrem hoch

  • gefühlt ein Vielfaches dessen, was angemessen wäre


US-Dollar und der historische Vertrauensverlust in die eigene Währung


  • unter dem Bürgerkrieg der Roten Khmer in den 7o er Jahre Zusammenbruch des Wirtschafts- und Bankensystems

  • Geld, Banken, Ersparnisse - alles wurde abgeschafft oder entwertet

  • mit dem Wiederaufbau in den 90er Jahren kam der Dollar

  • NGOs, Investoren, Tourismus, Löhe, Verträge alles wurde in US-Dollar abgewickelt

  • inzwischen gilt der US-Dollar als Hauptzahlungsmittel und der Riel nur noch als Nebenwährung für Kleingeld

  • Der Staat gibt den Riel bewusst nur begrenzt aus, um Inflation zu vermeiden.

  • Kambodscha spart sich so auch seine eigene Geldpolitik. deshalb spucken ATMs auch nur Dollar aus.


Erschöpfung und kleine Zwischenfälle

Wenn die Kräfte schwinden


  • allgemeine körperliche und mentale Erschöpfung

  • ein weiterer Tempel war geplant

  • Mehrheit der Gruppe jedoch am Limit

  • Zwischendurch ging Renate verloren - zum Glück wiedergefunden

  • trotzdem zusätzliche Anspannung

  • große Erleichterung, als es zurück in den Bus und ins Hotel ging


Der Guide

Zwischen Mitleid und Überforderung


  • sehr viele Sprichwörter

  • ständige Wiederholungen

  • wenig fundierte Informationen

  • spürbarer Druck: benötigt dringend gute Bewertungen, um auch außerhalb der Saison Einkünfte zu erzielen, z.B. über Get Your Guide

  • persönlicher Hintergrund: zwei Kinder, die auf dem Land leben

  • er selber lebt in Siem Reap

  • sichtbar erschöpft

  • kaputte Schuhe

  • tat mir schon irgendwie lrid

  • Inhaltlich jedoch sehr anstrengend

  • viel Gerede, wenig Substanz


Abendprogramm

Letzter Abend in Siem Reap


  • Touristen-Tanzvorstellung

  • sehr inszeniert, aber

  • sehr schöne Räumlichkeiten

  • buchbar nur mit Buffet

  • ausgebuchter großer Saal

  • Buffet sehr gut, Touristenpreis


Innerer Zwiespalt:

nicht wirklich mein Stil

aber: nur einmal hier

Bewusster Abschluss des Tages


✅ FAZIT


Tag 13 war für mich noch kein echter Abschied. Für die anderen schon.


Viel Geschichte, lange Wege, Staub und Erschöpfung – körperlich wie mental. Gleichzeitig kündigt sich ein Abschied an: Morgen verlasse ich die Gruppe und fliege zurück nach Ho-Chi-Minh-Stadt.


So anstrengend die gemeinsame Zeit auch war, bleibt ein bittersüßes Gefühl. Wahrscheinlich werde ich die Gruppe irgendwann ein wenig vermissen – aber jetzt freue ich mich erst einmal auf eine Woche ganz für mich allein.



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