Vietnam Tag 15 - 20 + Ankommen in Deutschland
- anetteirsfeld
- 13. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Tag 15 – Ankommen im Pandanus Resort: Erwartungen und erste Risse
Zwischen Yoga-Enttäuschung, Lärm und einem schwierigen Start
Mein erster ganzer Tag im Pandanus Resort begann mit einer schnellen Ernüchterung.
Was als ruhiger Rückzugsort gedacht war, entlarvte sich früh als Ort mit deutlichen Schattenseiten.
Yoga und Tai Chi unterirdisch
Anspruch und Wirklichkeit
gebucht hatte ich das Resort vor allem wegen seines Yoga- und Tai Chi Angebots
die Wirklichkeit sah allerdings so aus:
Yoga-und Tai Chi Angebot nur einmal täglich um 8:00 und um 9:00 Uhr
keine Anleitung, keine Atmung, keine Korrekturen
gelinde gesagt, hatte der junge Mann, der die Kurse leitete keine Ahnung
man platzierte sich zwischen den Sonnenliegen, kaum Sicht oder Akustik
für mich war klar: einmal und nie wieder
Strand & Umgebung
Weite, aber kein Paradies
Strand breit, weitläufig, gut zum Gehen und Schwimmen
Direkt vor dem Resort schön, aber ein Traktor fährt fast den ganzen Tag hin und her, um den vom Meer angeschwommen Müll aufzusammeln
Stört so ein wenig das Gesamtbild, wenn man auf das Meer schauen will und ständig einen Traktor mit hörbarem Motorengeräusch und Abgasen den Müll aufsammelt
aber da auch die Fischer mit ihren Rollern den Strand als Autobahn nutzen, fällt der Traktor schon fast nicht mehr auf.
Rechts und links vom Hotel viel Müll und Bauruinen
Resort selbst:
Zwei Pools, viele Liegen, gutes Liegen-Management (Liegen werden freigeräumt, sobald offensichtlich ist, dass diese nur reserviert, aber nicht genutzt werden. Sehr effizient)
Zwei Lichtblicke
sehr gutes Frühstück, endlich wieder Pho zum Frühstück
Massage: etwas teurer, aber: sehr gut
Einer der wenigen uneingeschränkt positiven Momente.
Begrüßung, die keine war
Einladung zum Begrüßungsdrink mit Wein & Käse in der Strandbar
Realität:
ein Gläschen Wein
ein winziges Stück Käse auf einem Zahnstocher
eine Olive
wirkte eher peinlich als willkommen
Information/ Vortrag des deutschen Relationship-Managers nichtssagend, langweilig. Um es kurz zu sagen, der junge Mann hatte keine Ahnung
Lärm statt Ruhe
Musik, Karaoke und Frust
nachmittags kam Sturm auf, der den Aufenthalt am Strand und Pool unmöglich machte
also Rückzug auf den Balkon
und dann:
extrem laute Musik
Schlager - ich hasse Schlager!!!!
Ich hab mich dann durch den Sturm zur Rezeption vor gekämpft, um nachzufragen, wo das herkommt und wann das aufhört. Aussage: 6 mal die Woche von 17:30–21:30 Uhr spielt in der Bar, die dem Pool also meinem Zimmer gegenüber liegt, eine philippinische Livrband.
Mein Frust hinsichtlich der Lautstärke kommentiere die Nase-hochziehende-junge-Frau (Erkältet oder Allergie?)mit einem Schulterzucken.
Selbst im Zimmer war es trotz geschlossener Türen und Fenster und laufender Klimaanlage sehr laut.
Hilfe aus Hanoi
Menschliche Rettung
In meinem Frust habe ich um 21 Uhr den vietnamesischen SKR Manager in Hanoi angeschrieben. Minh hatte sich kurz beim ersten Zusammentreffen der Gruppe in Hanoi vorgestellt und jedem angeboten, seine Telefonnummer zu notieren und egal was sei anzuschreiben, was ich natürlich nie vorhatte. Trotz der späten Uhrzeit hat er sofort geantwortet. Ich bin dann nochmal raus, um ihm eine Hörprobe des Lärms zu senden, um festzustellen, dass die Liveband eigentlich nicht das große Übel war, sondern das vietnamesische Karaoke von der Nachbaranlage. Minh hatte großes Verständnis und hat sich sehr bemüht für mich eine gute Lösung mit dem Hotel zu erarbeiten, Aber an diesem Abend wurde das nichts mehr. Dank meiner Bose-Kopfhörer könnte ich den Lärm dann ausblenden und bin irgendwann eingeschlafen.
✅ FAZIT TAG 15
Ein schlechter Start an einem Ort, der eigentlich Erholung versprechen sollte.
Zu viel Lärm, zu wenig Sensibilität – aber immerhin ein Ansprechpartner, der ernst nahm, was hier nicht stimmte.
| Tag 16
Tag 16 – Strand, Zimmerwechsel und ein angeschlagener Körper
Zwischen Hoffnung, Meer und Magen
Strand am Morgen
Langer Spaziergang, weitläufig, kaum Menschen, keine Händler und vor allem keine Hunde, allerdings genauso viel Müll wie am Strand von Kerala und ein Anruf von der Rezeption hinsichtlich des Zimmerwechsels.
Zimmerwechsel
Henry, sehr nette(r) Mitarbeiter*in des Hotels, zeigt mir eine Zimmeralternative auf anderer Seite der Anlage mit Meerblick, so dass die Brandung den Lärm schluckt. Sehr schönes Zimmer, verspricht Ruhe.
Mui Ne
Dann zog es mich doch nach draußen. Ich wollte das Dorf Mui Ne zu Fuss besuchen. Wie überall in Vietnam, keine Gehwege, lärmender Straßenverkehr, hässliche Umgebung, sehr weiter staubiger Weg. Plötzlich starke Übelkeit,
vermutlich Lebensmittelinfektion (vor meinem Ausflug hatte ich im Hotel den ersten Salat meiner Reise gegessen), Rückzug ins Zimmer, ohne das Dorf gesehen zu haben.
Erschöpfter Abend
Noch Musik aus der Ferne, aber erträglich, frühes Zubettgehen, gute Nacht trotz allem.
✅ FAZIT TAG 16
Der Körper setzt klare Grenzen.
Der Wunsch nach Erholung kollidiert mit Realität – aber wenigstens stimmt jetzt das Zimmer.
Tag 17 – Krankheit, Geduld und ein unerwarteter Lichtblick
Krank im Urlaub
Medikamente von der Rezeption (wieder die Nase-hochziehende Rezeptionistin), keine Einnahme-Erklärung nur Schulterzucken → ChatGPT hilft 😉
Bewegungsradius minimal, Besserung am Nachmittag
Massage mit Umwegen
Outdoor-Massage geplant
Das Hotel verfügt über einen Outdoor-Massagebereich am Strand. Da es mir nachmittags besser ging, wollte ich diesen ausprobieren. Die junge Therapeutin verstand allerdings meinen Wunsch nach etwas Privatsphäre nicht. Die Betten stehen ganz offen, meine Bitte die Vorhänge zu schließen, da rechts und links von den Betten der Strand gut besucht war und die Roller ihre Runden drehten, verstand sie nicht, so dass wir in den Spa wechselten, wo sich der Manager entschuldigte, da sich die Vorhänge wohl doch schließen ließen.
Massage:
ruhig, professionell, sehr gut, wenn auch nicht Outdoor 😔.
Bauch beruhigt sich
Kleine Geste
Henry (Relationship Manager*in) kommt vorbei, um nachzufragen, ob alles passt oder ob sie noch etwas tun kann. Kommt dann noch mal und gibt mir einen Gutschein für eine Fußmassage. Sehr nett.
Leiser Tag
Balkon und Meer
Kurze Spaziergänge
Beobachten, warten, hoffen
✅ FAZIT TAG 17
Kranksein auf Reisen ist unerquicklich.
Tag 18 – Fairy Stream: barfuß, schlammig, überraschend
Der Weg
Shuttlebus benötige Minuten
Unkompliziert
Durch den Bach watscheln
Schuhe vorher abgeben, pippi-warmes, schlammiges Wasser mit glitschigen Einheiten
Rote & weiße Felsen
Grün dazwischen
Eindruck
Modriger Geruch
Sehr touristisch
Schlangen für Fotos
Kleiner Wasserfall als Wendepunkt
danach
Fußmassage eingelöst. Sehr angenehm!
Rest des Tages: Sonne, Wind, Strand
✅ FAZIT TAG 18
Kein Highlight – aber eine Erfahrung und wieder fit
Tag 19 – Fischmarkt von Mui Ne: Schönheit, Arbeit und Müll
Früher Morgen
Shuttle um 6:30 Uhr, 15 min
Fischmarkt nur am frühen Morgen eine Stunde
Korbboote im Morgenlicht
Fischmarkt am Strand
Fischsortierung im Sand
Frauen handeln
Männer bringen Fang
Mopeds überall
Müll allgegenwärtig
Fischfarmen & Hummer
Hummerfarmen vor der Küste
Preisverfall:
von 2,5 Mio → 1 Mio Dong
Erklärung für Überangebot zu viele
Fischkulturen
Fisch gehören zur vietnamesischen Küche in allen Variationen: frittiert, gegrillt, gedämpft, Suppen, als Basis von Nuoc Mam (Fischsoße)
Nichts wird verschwendet
Fischerdorf
Häuser sauber
Umfeld extrem schmutzig
Aussage der Guide:
Bildung gering
Umwelt egal
Fokus auf eigenes Überleben
✅ FAZIT TAG 19
Schönheit und Härte liegen hier direkt nebeneinander.
Tag 20 – Abschied von Vietnam: Warten, Erinnern, Heimkehren
Flughafen Saigon
Abholung 17:30 Uhr
Frühe Ankunft am Flughafen
Gleicher Fahrer, super entspannte Fahrt trotz viel Verkehr
Wieder viel Zeit am Flughafen
Obwohl ich bestimmt die erste zum Einchecken war, ließ Vietnam Airlines wieder nicht über ein Upgrade mit sich reden und auch nicht über einen besseren Platz. So musste ich mit einem Mittelplatz vorlieb nehmen
Direkt vor mir ein ziemlich unglückliches Baby.
Der perfekte Abschluss
Vor meinem Transfer habe ich im Pandanos Resort noch die beste Massage der gesamten Reise genießen können.
Neue Behandlerin, die mit Ruhe und Präzision ihre Arbeit machte.
Besser hätte es nicht enden können
Gedanken
Aussage der Guide:
Ein Fischer braucht 20 Dollar am Tag zum Überleben.
Bildung und Berufswahl der Kinder hängt davon ab.
Dieser Satz erklärt vieles.
Frankfurt
Ankunft
Erschöpfung
Koffer kamen zeitig
Mein Auto stand pünktlich am Terminal.
Super Fahrt durch einen sehr trüben Morgen.
Ankunft in Trier bei meinen Katern

✅ FAZIT DER REISE
Vietnam war:
intensiv
widersprüchlich
anstrengend
schön
menschlich
Eine Reise, die bleibt – nicht wegen Perfektion, sondern wegen Tiefe. Nur zu empfehlen. Wer Gruppenreisen mag, gerne SKR. Ansonsten gut alleine durchführbar. Gute Erfahrungen mit Get your Guide. Mui Ne und Strand eher touristisch. Wetter super zum Jahreswechsel. Für Kitter ideal. Mein Favorit Hanoi. Vielseitig, bunt, anders. Unbedingt Massagen testen 😉.





































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