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Tag 5

  • anetteirsfeld
  • 5. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Tag 5 – Auf der Seidenstraße nach Buchara

Freitag, 29.05.2026


Heute starten wir früh. Es erwarten uns 270 km Busfahrt nach Buchara. Somit führt uns die Reise weiter entlang der historischen Seidenstraße. Endlose Landschaften ziehen vorbei – genau hier bewegten sich früher die großen Karawanen zwischen China und Europa.


Zum Glück ist heute nicht so viel Verkehr. Die Straße ist etwas besser oder es kommt mir nur so vor...Wahrscheinlich habe ich mich an das Geschaukel in unserem zugegeben komfortablen Bus bereits gewöhnt. Wir machen Zwischenstopp in der Wüste. Irina versorgt uns wieder einmal liebevoll mit Gebäck und Teigtaschen, Kaffee und Tee. Wenige Meter von unserem Halteplatz, stand früher eine Karawanserei aus dem 11. Jahrhundert. Jetzt sieht man nur noch ein Tor und die Überreste. Der Wasserspeicher ist allerdings noch erhalten. Früher standen alle 40 km (die Distanz, die ein Kamel in der Wüste zurücklegen kann) Karawansereien. Leider sind all zerstört.


In Gijduvan besuchen wir eine traditionelle Keramikwerkstatt. Seit Generationen entstehen hier handbemalte Schalen, Teller und Gefäße. Jeder Arbeitsschritt erfolgt noch in Handarbeit. Von hier aus besuchten wir die Pilgerstätte von Al-Gishduvani (Begründer des Naqschbandi-Sufismus) und die Medrese Ulugbeg.

Später erreichen wir Buchara – eine Stadt, die einst als geistiges Zentrum des Islams galt. Enge Gassen, Lehmhäuser und versteckte Innenhöfe verleihen der Altstadt eine fast zeitlose Atmosphäre, aber auch eine sehr geschäftige aufgrund der vielen Basare und Menschen. Unser Hotel Amiran ist mitten in der umtriebigen Altstadt. Ausgestattet mit einem schönen Innenhof, zu dem alle Zimmerfenster ausgerichtet sind, ist es der optimale Rückzugsort, um einmal kurz aus der brennend heißen Sonne in den Schatten zu flüchten, zu duschen und wieder loszuziehen. Unsere nächste Station ist das Geschäft eine Miniaturmalers, der uns in die Kunst des Aquarellmalens einführt. Vorlagen und Farben lagen für uns bereit. Er beschäftigt viele junge Menschen mit integrativem Hintergrund. An jedem Tisch nimmt ein junger Mann Platz, um uns vorzumachen, wie wir dem Granatapfel in der Vorlage Leben einhauchen. Das war eine schöne Abwechslung.


Am Abend sitzen wir in einem traditionellen Restaurant mitten in der Altstadt. Über uns leuchten Laternen, irgendwo spielt leise Musik und die warme Luft trägt den Duft orientalischer Gewürze durch die Gassen. Auf Empfehlung von Irina schließen wir den Abend auf der Dachterrasse eines Restaurants in der Nähe unseres Hotels ab und genießen die Abkühlung und den schönen Blick auf die Kuppeln der Altstadt.

Farben des Tages:

Terrakotta, Gold und dunkles Blau


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